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iSAQB CPSA-A COSMO

iSAQB® CPSA-A Kollaborative Softwaremodellierung (Kurs)

Beschreibung

Die Teilnahme an der iSAQB® CPSA-A-Schulung Kollaborative Softwaremodellierung (COSMO) bringt den Teilnehmenden 10 Credit Points im Bereich Methodische Kompetenz (MC) und 20 Credit Points im Bereich Kommunikative Kompetenz (CC) für die insgesamt 70 Punkte, die für die Zulassung zur iSAQB CPSA-A-Prüfung bei Brightest erforderlich sind. Bitte beachten Sie, dass Sie im Rahmen der 70 Punkte, die für die Teilnahme an der iSAQB CPSA-A-Prüfung bei Brightest erforderlich sind, mindestens zehn Kompetenzpunkte in jedem der folgenden Bereiche benötigen: 

  • Technische Kompetenz (TC)
  • Methodische Kompetenz (MC)
  • Kommunikative Kompetenz (CC)

 

Die akkreditierte iSAQB® COSMO-Schulung - Kollaborative Softwaremodellierung (CPSA-A) basiert auf dem aktuellen iSAQB® Curriculum:

Teil 1 - Softwareentwicklung als soziales System

  • Softwareentwicklung und Architekturarbeit als Teil eines soziotechnischen Systems verstehen
  • Verstehen, wie organisatorische Strukturen, Personen, technische Systeme und Prozesse einander beeinflussen
  • Erkennen, wie Architekturentscheidungen im gesamten soziotechnischen System wirken
  • Individuelle und gemeinsame Motive menschlicher Zusammenarbeit verstehen
  • Faktoren identifizieren, die die Bereitschaft zur Zusammenarbeit fördern oder behindern
  • Die Bedeutung von Vertrauen, psychologischer Sicherheit, Transparenz und gemeinsamen Zielen verstehen
  • Erkennen, dass Kollaboration aktiv gestaltet und kontinuierlich erhalten werden muss
  • Relevante Beteiligte für kollaborative Modellierung identifizieren, darunter Entwicklungsteams, Stakeholder, Management und Benutzer:innen
  • Unterschiedliche Perspektiven und Interessen in der Architekturarbeit verstehen
  • Erkennen, dass kollaborative Modellierung von unterschiedlichen Rollen und Sichtweisen profitiert und nicht auf Softwarearchitekt:innen beschränkt ist

Teil 2 - Grundlagen kollaborativer Modellierung

  • Situationen erkennen, in denen kollaborative Architekturarbeit die Zusammenarbeit, Entscheidungsfindung und Architekturqualität verbessern kann
  • Einschätzen, wann kollaborative Modellierung bei komplexen Fragestellungen, verteiltem Wissen oder hohem Abstimmungsbedarf sinnvoll ist
  • Symptome wie Wissensinseln, Missverständnisse, Abstimmungsprobleme und Entscheidungsstau erkennen
  • Kollaborative Modellierung durch die praktische Teilnahme an einer Modellierungssession erleben
  • Die Rolle und die Verantwortlichkeiten eines Facilitators verstehen
  • Eine kollaborative Modellierungssession vorbereiten, durchführen, nachbereiten und reflektieren
  • Geeignete räumliche oder virtuelle Rahmenbedingungen, Werkzeuge und Zeitpläne schaffen
  • Den Zeitplan steuern, Feedback einholen und Ergebnisse sichern
  • Session-Ergebnisse dokumentieren und für die weitere Arbeit verfügbar machen
  • Die eigene Durchführung reflektieren und Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Sessions ableiten
  • Kollaborative Modellierung in den eigenen professionellen Werkzeugkoffer integrieren

Teil 3 - Fortgeschrittene kollaborative Modellierung

  • Geeignete analoge und digitale Werkzeuge für kollaborative Modellierungssessions auswählen
  • Whiteboards, Stifte, Papier, Sticky Notes, digitale Whiteboards und Community-Templates gezielt einsetzen
  • Stärken, Grenzen und typische Einsatzbereiche verschiedener Modellierungswerkzeuge beurteilen
  • Die für eine kollaborative Session erforderlichen Fähigkeiten, Verantwortlichkeiten und Beteiligten identifizieren
  • Zwischen der Facilitation einer Session und der inhaltlichen Mitgestaltung von Architektur- oder Designentscheidungen unterscheiden
  • Die Auswirkungen einschätzen, wenn eine Person gleichzeitig als Facilitator und aktive:r Designer:in handelt
  • Informationen durch aktives Zuhören, Nachfragen und Visualisieren erfassen
  • Diskussionen in verständliche Modelle überführen und diese gemeinsam mit der Gruppe weiterentwickeln
  • Visualisierung einsetzen, um weniger erfahrene Teilnehmende einzubeziehen und ein gemeinsames Verständnis zu fördern
  • Stärken und Grenzen von In-Person- und Remote-Sessions vergleichen
  • Ein geeignetes Session-Format anhand von Gruppendynamik, Interaktionsbedarf und organisatorischem Kontext auswählen
  • Die Bedeutung gemeinsamer Begrifflichkeiten und einer bewusst entwickelten gemeinsamen Sprache verstehen
  • Erkennen, wenn eine gemeinsame Sprache fehlt, und Begrifflichkeiten kontinuierlich weiterentwickeln

Teil 4 - Mit kollaborativer Modellierung erfolgreich sein

  • Verstehen, wie Organisationskultur und Randbedingungen kollaborative Architekturarbeit beeinflussen
  • Voraussetzungen identifizieren, die wirksame Zusammenarbeit fördern oder behindern
  • Das Buy-in relevanter Stakeholder prüfen und stärken
  • Die Auswirkungen kollaborativer Sessions auf bestehende Planungen, Designs und Entwicklungsvorhaben einschätzen
  • Verstehen, wie Zeitpunkt, Umfang und Teilnehmerkreis die Energie und das Ergebnis einer Session beeinflussen
  • Die Ausgangslage eines soziotechnischen Systems hinsichtlich Menschen, Organisation, Zusammenarbeit und Randbedingungen einschätzen
  • Relevante Wissensquellen, Interessen, Perspektiven und Wissenslücken identifizieren
  • Die Ausgangslage vorbereiten, visualisieren und gemeinsam mit den Beteiligten überprüfen
  • Spontane Architekturgespräche in strukturierte kollaborative Modellierungssessions überführen
  • Ziele, Fragestellungen, verfügbare Zeit, beteiligte Personen und erwartete Ergebnisse klären
  • Einfache Moderations- und Fragetechniken nutzen, um ungeplante Diskussionen zu strukturieren
  • Verhaltensmuster und kulturelle Eigenschaften erkennen, die Zusammenarbeit fördern oder behindern
  • Machtgefälle, dominante Teilnehmende, abweichende Meinungen und andere potenzielle Störgrößen identifizieren
  • Verstehen, wie Pausen, Energielevel, Session-Rhythmus, Arbeitsumgebung und informeller Austausch die Zusammenarbeit beeinflussen
  • Inklusion und Diversität als Erfolgsfaktoren kollaborativer Architekturarbeit verstehen
  • Kollaborative Formate so gestalten, dass unterschiedliche Perspektiven gleichberechtigt eingebracht werden können

Teil 5 - Als Facilitator Wirkung erzielen

  • Grundlegende Facilitation- und Moderationstechniken bei der Gestaltung kollaborativer Workshops einsetzen
  • Klar kommunizieren und aktiv zuhören
  • Einen psychologisch sicheren Rahmen für die Zusammenarbeit schaffen
  • Lineare, interaktive und transaktionale Kommunikationsmodelle verstehen
  • Unterschiedliche Kommunikationsformen typischen Situationen wie Meetings, Design-Workshops und Pair Programming zuordnen
  • Bei der Facilitation kollaborativer Sessions eine neutrale Haltung einnehmen
  • Erkennen, wie Interessenkonflikte die Wirksamkeit eines Facilitators beeinträchtigen können
  • Für unterschiedliche kollaborative Praktiken geeignete Moderationsfähigkeiten auswählen
  • Uneinigkeit als normalen Bestandteil kollaborativer Architekturarbeit verstehen
  • Unterschiedliche Annahmen und mentale Modelle sichtbar machen
  • Gruppen zu einem gemeinsamen Verständnis der Designaufgabe führen
  • Ownership und Konsensbildung fördern, ohne fachliche Unterschiede zu übergehen oder vorschnell aufzulösen

Teil 6 - Übersicht über kollaborative Techniken

  • Kollaborative Modellierungsansätze für Domain Exploration und Discovery verstehen
  • Kollaborative Techniken für Softwaredesign und Anforderungsklärung kennen
  • Kollaborative Ansätze auf organisatorische und strategische Fragestellungen anwenden
  • Geeignete Techniken für unterschiedliche Architektur- und Modellierungsszenarien auswählen
  • Die im Training behandelten kollaborativen Praktiken vorbereiten, durchführen und nachbereiten
  • Kollaborative Formate passend zur jeweiligen Situation und zum organisatorischen Kontext auswählen
  • Die charakteristischen Merkmale und Erfolgsfaktoren unterschiedlicher kollaborativer Methoden verstehen
  • Kollaborative Modellierungstechniken sinnvoll miteinander kombinieren
  • Kollaborative Ansätze an organisatorische Randbedingungen und Erwartungen anpassen
  • Die Anforderungen der jeweiligen Methode an Facilitator, Ort, Arbeitsumgebung und Teilnehmerkreis einschätzen

Zielpublikum

Das CPSA-A-Seminar Kollaborative Softwaremodellierung (COSMO) ist besonders wertvoll für Fachkräfte, die lernen möchten, wie sie kollaborative Modellierung nutzen können, um tragfähige Softwarearchitekturen zu gestalten, wirksame Modellierungssessions zu moderieren, relevante Stakeholder einzubeziehen und kollaborative Architekturpraktiken in ihren Projekten und Organisationen zu etablieren.

Voraussetzungen

Die iSAQB® CPSA-A-Schulung Kollaborative Softwaremodellierung (COSMO) kann unabhängig von einer Zertifizierung zum iSAQB® Certified Professional for Software Architecture - Foundation Level (CPSA-F) besucht werden. Für den Erwerb der abschließenden CPSA-A-Zertifizierung ist das CPSA-F-Zertifikat jedoch erforderlich.

 

Vorausgesetzte Kenntnisse:

Die Teilnehmenden sollten über die folgenden Kenntnisse und Erfahrungen verfügen:

  • Ein grundlegendes Verständnis von Softwarearchitektur und den typischen Herausforderungen in diesem Bereich
  • Praktische Erfahrung mit typischen Herausforderungen und Lösungsansätzen bei der Architekturarbeit in Softwareprojekten

Kenntnisse und Erfahrungen in den folgenden Bereichen können dabei helfen, einige der in dieser Schulung behandelten Konzepte besser zu verstehen:

  • Erfahrung mit Facilitation-Techniken und der Arbeit mit Gruppen
  • Erfahrung mit der Strukturierung und Durchführung wirksamer Meetings
  • Erfahrung mit der Dokumentation und Visualisierung von Softwaresystemen, insbesondere von Softwarearchitekturen
  • Ein grundlegendes Verständnis soziotechnischer Systeme und ihrer Auswirkungen auf Softwarearchitektur und Softwareentwicklung

Lehrpläne und Musterprüfungen werden in Kürze veröffentlicht!

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